Natasha Richardson - Vom Broadway an die Kino-Leinwand
Die schwersten Stunden in ihrem Leben erlebte die Schauspielerin im vergangenen Jahr 2009, als sie sich bei einem Skiunfall ein Blutgerinnsel in der Hirnhaut zuzog und daran verstarb.
Die britische Schauspielerin Natasha Richardson wurde am 11. Mai 1963 in London geboren und stammt aus einer berühmten englischen Schauspielerfamilie: Ihre Mutter Vanessa Redgrave war ebenfalls Schauspielerin und spielte z.B. 1997 in dem Thriller "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" mit, ihr Vater Tony Richardson war Regisseur. Weitere bekannte Darsteller in der Familie waren der Großvater Sir Michael Redgrave ("Mai 1943 - Die Zerstörung der Talsperren", 1955), die Schwester Joely Richardson ("101 Dalmatiner", 1996) sowie die kürzlich verstorbene Tante Lynn Redgrave ("Strike! - Mädchen an die Macht!", 1998).
Nach dem Besuch der Central School of Speech and Drama in London sammelte Richardson erste Bühnenerfahrungen im Theaterstück "Sommernachtstraum" von William Shakespeare sowie als Ophelia in "Hamlet". Nach verschiedenen weiteren Rollen für Fernseh- und Theaterproduktionen, wie z.B. als Stargast in der Serie "Die Abenteuer des Sherlock Holmes", spielte sie 1986 in "Gothic" erstmals in einem Kinofilm mit. Der Thriller mit Szenen aus den Bereichen Horrorfilm und Drama, u.a. mit den Schauspielern Gabriel Byrne und Julian Sands, war der Startschuss zu einer erfolgreichen Karriere. Das Theatergeschäft hat die Darstellerin in den kommenden Jahren, trotz erfolgreicher weiterer Streifen wie z.B. "Die Schattenmacher" (1989), nie vergessen.
Nach einer ersten Ehe zwischen 1990 und 1992 mit dem Filmemacher Robert Fox, lernte die Britin im Jahr 1993 dann den Schauspieler Liam Neeson bei einer Wiederaufführung des Theaterstücks "Anna Christie" am Broadway kennen. Am 03. Juli 1994 heiratete Natasha Richardson den Iren, mit dem sie im selben Jahr auch zusammen in dem Drama "Nell" zu sehen war, und bekam von ihm zwei Kinder. Bis zum Jahr 1998, in dem sie in der Komödie "Ein Zwilling kommt selten allein" mitspielte, war sie vorerst in keinem Spielfilm mehr zu sehen. Nach dem kurzen Leinwand-Comeback ging die Londonerin dann für das Theaterstück "Closer" zurück an den Broadway.
Ab dem Jahr 2001 folgten dann weitere regelmäßige Filmrollen, wie z.B. als Caroline in der Komödie "Manhattan Love Story" (2002) oder als Constance in "Spuren eines Lebens" (2007), in dem sie zusammen mit ihrer Mutter Vanessa Redgrave zu sehen ist. "Es war einzigartig, eine sehr besondere Gelegenheit Mutter und Tochter auf der Leinwand zu spielen. Nicht nur diese Charaktere zu spielen, sondern unsere ganze Geschichte, all unsere Erfahrung, unsere ganze Liebe, all unsere schmerzhaften Zeiten in die Charaktere des films einfließen zu lassen", so Natasha Richardson im Interview mit dem Online-Portal "PopEntertainment".
Die schwersten Stunden in ihrem Leben erlebte die zum Zeitpunkt 45-Jährige Schauspielerin am 16. März des vergangenen Jahres 2009. Bei einem Skiunfall im kanadischen Mont Tremblant zog sich Richardson ein Blutgerinnsel in der Hirnhaut zu. "Sie hat gelacht und Witze gemacht als sie zurück in ihr Zimmer gegangen ist", sagte Catherine Lacasse, Sprecherin des Skigebiets, gegenüber der US-Zeitschrift "People". Erst knapp eine Stunde später klagte die sie dann über starke Kopfschmerzen. Nach der Verlegung aus Montreal in ein New Yorker Krankenhaus verstarb die Darstellerin am 18. März 2009.
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