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Filmbranche rechnet mit Oscar-Gewinn von Christoph Waltz

Laut Til Schweiger müsste es schon "mit dem Teufel zugehen", wenn der Schauspieler den Oscar nicht bekommen würde. Die Filmbranche würde dem 53-Jährigen den Erfolg gönnen.

 
Die deutschen Filmschaffenden rechnen offenbar fest mit dem Oscar-Gewinn von Schauspieler Christoph Waltz als bester Nebendarsteller im Blockbuster "Inglourious Basterds". "Der Oscar ist ihm nicht zu nehmen, da müsste es schon mit dem Teufel zugehen", so Til Schweiger. Laut der Schauspielerin Katja Flint, die bereits zweimal zusammen in einem Film mit Christoph Waltz zu sehen war, würde die ganze Filmbranche dem 53-Jährigen den Erfolg gönnen. Das berichtet das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe.

Auch Schauspiel-Kollege August Diehl hofft auf die Verleihung des Filmpreises an Waltz: "Ich freu mich einfach riesig für ihn, ich finde die ganze Geschichte auch so toll, weil Waltz in letzter Zeit nur noch wahnsinnig wenig gemacht hat, und dann kam diese Anfrage, und die hat ja alles komplett geändert. Das gibt jedem von uns Riesenmut, dass es immer so laufen kann, egal, in welchem Alter." Vor allem in Deutschland habe Christoph Waltz in letzter Zeit Probleme gehabt, überhaupt noch eine Rolle zu bekommen. "Sogar kurz vor Tarantino habe ich ihn bei einer Besetzung nicht durchgekriegt. "Der Waltz", hieß es, "der ist doch so zynisch." Da wurde wirklich der Schauspieler mit seinen Rollen verwechselt", so Peter Keglevic.

Laut dem Regisseur werde Waltz in Deutschland und Österreich vorerst nicht mehr in lokalen Produktionen zu sehen sein. Ähnlich sieht es auch der Teamworx-Produzent Nico Hofmann, der mit Christoph Waltz den Spielfilm "Der Tanz mit dem Teufel" herstellte: "Für mich ist das auch irgendwie eine typisch deutsche Karriere, dass jemand übers Ausland gehen muss, über den internationalen Erfolg, um Anerkennung zu finden und richtig wahrgenommen zu werden. Bei Tarantino, das war ein Kinomoment, den hat es das letzte Mal bei Brandauer mit "Mephisto" so gegeben. Jetzt will Waltz jeder haben, aber jetzt kommt er natürlich nicht mehr zurück."


 Quelle: Focus Redakteur: Dominic Böhmer 
 Veröffentlicht: 28.02.2010 - 23.56 Uhr Diskutieren Sie über dieses Thema im Forum 



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